Geschichtliche Entwicklung
Gegenüber den westlichen Länder doch recht einfachen technologischen Mittel, hatte der Ostblock durch die Entwicklung der russischen MiG-29 doch eine überaus agile, fortschrittliche und von allen Ländern hoch anerkannte Militärmaschine erhalten. Sie wurde in ihrer Spitzenzeit oft mit der F/A-18 oder F-16 verglichen da sie dieser in nichts nach stand. Gleich mehrere ältere Muster sollte sie ersetzen. Darunter die MiG-21, MiG-23, Su-15 und die Su-17. Damit änderte sich auch die Entwicklungsstrategie hin zur 'Klasse statt Masse' da absehbar was, daß die Fulcrum nicht in der großen Stückzahl zu bauen war wie z.B. die MiG-21. Wiederum konnte sie aber auch verschiedene Jets gleichzeitig ersetzten.
Eigentlich wurde ein schwerer Abfangjäger gesucht der die McDonnell Douglas F-15 Eagles übertrumpfen sollte. Im laufenden Wettbewerb entschied man sich die U.S. Strategie aufzunehmen und die Entwicklung einer Komponente aus leichten und schweren Jägern zu verfolgen. Den leichten Jäger übernahm die MiG-29D, wobei die Suchoi T-10 als schwerer Jäger vorgeschlagen wurde. Wichtige Eigenschaften umfassten die Fähigkeiten der Erringung der Luftüberlegenheit, den Betrieb auf Feldflugplätzen und als Zweitfunktion die Erdkampffähigkeit. Ab 1974 begann die Konstruktion im Detail. Zur gleichen Zeit wurde die F-15 in Dienst gestellt und die YF-16 erhielt ihren Erstflug. Mach dem Erstflug des Prototyps am 06-Oktober-1977 wurde durch Satellitenaufnahmen der USA im November-1977 nahe Ramenskoje die Existenz des damalig als RAM-L bezeichneten Musters bekannt.
Nach der deutschen Wiedervereinigung fielen der Luftwaffe automatisch 24 MiG-29 (davon 4 Trainer) in die Hände. Die Maschinen wurden so dann auf NATO-Standard gebracht und versahen bis zum Verkauf an Polen 2003/2004 ihren Dienst beim JG 73 "Steinhoff" in Laage bei Rostock. Sie waren bei den westlichen Streitkräften ein gern gesehener Gast denn gegen das 'Original' zu fliegen waren Missionen die sehr begehrt waren. So brauchten diese Muster nicht auf 'Gegner' zu warten. Die U.S. Air Force lieh sich von der Luftwaffe in den frühen 90er Jahren sogar 3 Maschinen für eine bessere Untersuchung aus. 1998 kauften sie auch 21 MiG-29 von Moldawien auf. Da dieses Land zwar ausreichend Maschinen besaß aber nur 4 Piloten hatte, suchten sie Abnehmer für diese. Gerüchten zu folge sollte aber so wie so schon eine 'echte' Aggressorstaffel entstehen und so kam diese Angebot wohl gerade recht.
Technische Entwicklung
Viellbeachtete Vorzüge waren auch die Vorrichtungen der Lufteinläufe. Beim Anlassen der Triebwerke schließt sich der Lufteinlauf in Form einer großen Klappe und die Luft wird von oberhalb des Rumpfes über fünf Einlaufklappen eingesogen. Dieses Vorgehen geschieht auch beim Landen.
So wird das Einsaugen von Fremdkörper verhindert. Außerdem ist eine Regulierung im Überschall- und Unterschallflug möglich. Das 'Slot Back' Radar, wie es in der NATO bezeichnet wurde, ist ein Impuls-Doppler-Radar mit dem Namen N-019 das als aktives Gerät eingesetzt wird. Die zweite passive Zielerfassung erfolgt mit dem IRST mit Kollimator-Laserentfernungsmesser die deutlich vor dem Cockpit zu erkennen ist. Ohne daß das RWR des Gegners anspricht kann es ein Luftziel entdecken, verfolgen und bekämpfen, wobei die Hilfe des aussendenden Luft-Luft-Radars erst bei Verlust des IR-Bildes eingeschaltet werden kann.
Obwohl ständigen Verbesserungen ausgesetzt änderte oftmals die MiG-29 Bezeichnung nicht. Es existieren offiziell wenige Versionsnamen, aber allein von der nur als MiG-29 bezeichneten Mustern gibt es die verschiedensten Ausführungen oder Varianten.

