Geschichtliche Entwicklung
Noch nicht einmal ausgeliefert war der Panavia Tornado, da gaben verschiedene deutsche Firmen (u.a. Dornier, MBB) 1977 bekannt, daß sie sich konkurrierend an dem Projekt TKF beteiligen. Eine europäische Zusammenarbeit wie bei Panavia war aber von Anfang an schon voraussichtlich. Nach dem Ende der 90er Jahre abzusehen war, daß die in Deutschland existierenden F-4 Phantom II ihren Dienst bis dahin über 25 Jahre verübt hätten, schrie es gerade zu nach einem neuen Muster der 4. Generation für Deutschland. Auch andere europäische Länder standen vor dem selben Problem. Britische Studien des Air Staff Target 403 hatten damalig das gleiche Ziel. Sie sollte die Harrier und den SEPECAT Jaguar ablösen, verfolgten anfänglich aber eine USTOL Variante. 1979 beschlossen Großbritannien und Deutschland die Zusammenarbeit mit dem Titel ECA/ ECF in diese Richtung. In diesem Zusammenhang tauchte 1980 auch das erste Mal der Begriff Eurofighter auf. Ein Jahr später folgte Italien. So entstand im April-1982 das erste Entwurfsmodell der Firmen MBB, BAe und Aeritalia mit dem Namen ACA/ AKF in dem das TKF und ein Entwurf P.110 von British Aerospace einfloß. Vorgestellt wurde es als Mock-Up das auf Farnborough Messe am
05-September-1982. Der Konkurrent Dornier schloß sich mit Northrop zusammen und zeigte gleichzeitig ihren N/D-102 Entwurf. Beiden war aber die geringe Chance der Verwirklichung ihrer Pläne klar. Frankreich arbeitete parallel an ihrem ACT.92 Projekt. Im Dezember-1983 einigten sich die Länder Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien grundsätzlich auf eine Zusammenarbeit in diese Richtung. Sie nannten es FEFA (später revidiert zu EFA) und rechneten mit einen Auftragsvolumen von ca. DM 40 Mrd.. Frankreich entschied sich aber im Juli-1985 diesen gemeinsamen Weg zu verlassen und ihr eigenes Rafale Programm von Dassault weiter zu verfolgen. Elf Monate später wurde das Eurofighter Konsortium gegründet und mit der Entwicklung des EFA begonnen.
Technische Entwicklung
Ende 1992 wurde eine Neukonzeptionierung unumgänglich, da die Kosten von damalig € 67,44 Mio. für ein Muster nicht nur für Deutschland weit überteuert war. Nach sieben überwiegend einmotorigen Konzepten der EFA einigte man sich auf eine vereinfachte und leistungsschwächere New EFA und somit auf den heutigen Eurofighter EF2000 Typhoon. So wird Deutschland einer der günstigsten aber auch einer der am spärlichsten ausgerüsteten Muster gegenüber den andere Staaten erhalten.
Große Unterstützung erfährt der Pilot durch die neuen Helmsysteme bei denen die Daten der Waffensysteme und der Fluglage eingespiegelt wird. Die Entwicklung der vorgesehenen Shriker Helme von BAE Systems verzögerte sich aber, womit die Abnehmer eine Übergangslösung suchten. Für Deutschland wurde sie im ACS mit veränderter MBU-20 Maske gefunden. Auch wurde beim Shriker die Nachtsichtfähigkeit wegen Gewichtsproblemen nicht unterstützt. Ebenso konnte der hochgelobten g-Anzug Libelle von Autoflug nicht eingeführt werden. Eigentlich sollte er das pneumatische System durch Hydraulik ablösen. An einer Verbesserung wird weiter gearbeitet.





