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McDonnell Douglas F-4 Phantom II

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Geschichtliche Entwicklung

McDonnell Douglas F-4F Phantom II 37+79 des JG 71 in Leeuwarden, NL, 2006 [F-4F-56-MC 4544] Nicht nur für die mit US$ 165.00 im Jahr 1939 gegründete McDonnell Aircraft Company wurde die F-4 Phantom II ein Erfolg. Mit 5.195 gebauten Mustern konnte und kann teilweise noch heute jede größere Luftwaffe auf der Welt auf sie zählen. Ohne Aufforderung wurde dem BuAer ein Vorschlag für einen einsitzigen Allwetterjäger F3H-G/H unterbreitet. Kein ganzes Jahr nach der damaligen Ablehnung wurde dieses Konzept trotzdem noch ein Mal in Bezug auf den steigenden Bedarf an Allwetterkampfflugzeugen untersucht und diesmal war sie erfolgreich. Chance Vought, Grumman, North American und sogar der zweite Vorschlag der McDonnell F3H-E2 hatten dabei das Nachsehen.Als die F-4 Phantom dann in den frühen McDonnell Douglas F-4F Phantom II 37+79 des JG 71 auf der ILA 2006 [F-4F-56-MC 4544] sechziger Jahren am Himmel auftauchte, war sie eine große Überraschung für die Militärluftfahrt. Im Gegensatz zu den neuen schnittigen aerodynamisch ausgereiften Mustern wie F-104 Starfighter oder North American Vigilante war die Phantom mit ihren starken Ecken und Kanten das absolute Gegenteil. Aber auch diese Maschine brachte seinerzeit einen großen Fortschritt als Jäger und Jagdbomber, denn nicht nur ihre Bauart, auch ihre Leistungsfähigkeit waren dem derzeitigen Stand der Technik weit überlegen. Die Phantom II besitzt radargesteuerte und auf Wärme ansprechende Raketen für den Luftkampf. Das reine Spekulieren auf die Luft-Luft-Raketen stellte sich aber im Vietnamkrieg als großer Fehler heraus. Im direkten Nahkampf ist eine Kanone auch heute noch unerlässlich. So entstand der zusätzliche Kanonenbehälter unter dem Vorderrumpf.

McDonnell Douglas F-4F Phantom II 37+38 auf der ILA 2000 und wurde bereits verschrottet [F-4F-54-MC 4441] Die Rhino überzeugte, mit ihren später hoch geschätzten Vorzügen erarbeitete sie sich nicht zuletzt durch drei Weltrekorde vom reinen Jäger über Interzepter, Langstreckenjäger und Begleitjäger in die Reihe der Angriffsbomber vor. Sie war der erste ernst zunehmende Abfangjäger mit großer Reichweite für den Schutz der Flotte, danach spielte sie in Vietnam für die Marine, die Marineinfanterie und die Luftwaffe eine bedeutende Rolle.Eine schon für die IFA-Ausschreibung einsitzige Version wurde leicht modifiziert auch Deutschland als (GY)F-E(F) vorgeschlagen. Aus dieser ging die F-4F hervor die als Ergänzung zur schrumpfenden F-104 und G.91 Flotte auch die Zeitlücke zwischen den Starfighter und dem noch nicht im Bau befindlichen MRCA schließen sollte. Zur Auswahl standen außerdem noch die McDonnell Douglas F-4F Phantom II 38+34 des JG 72 im Luftwaffenmuseum Berlin-Gatow [F-4F-58-MC 72-1244 4705] Dassault Mirage F1, die SAAB Viggen und die Northrop P-530.Die Phantom, der man die Spitznamen "die doppelt Hässliche" oder "Rhinozeros" gab, sieht nun ihrer Ausmusterung bei den Streitkräften entgegen. Bei der regulären Luftwaffe bleibt sie hingegen als Abfangjäger, Angriffsbomber und Allwetter-Aufklärer noch im Dienst. Sie ist noch immer das Flugzeug für den schweren und gefährlichen "Wild Weasel" Einsatz. Die Weasel fliegen vor den angreifenden Flugzeugen in das Zielgebiet ein und fordern die Bodenverteidigung heraus, sie mit dem Suchradar zu orten.

McDonnell Douglas RF-4E Phantom II 35+62 im Luftwaffenmuseum Berlin-Gatow [RF-4E-46-MC 4144] Wenn die Bodenverteidigung auf den Köder hereingefallen ist, wird sie das Opfer von vernichtenden Antiradar-Raketen. Sie ist ein großes, schnelles und lautstarkes Flugzeug ist jedoch nicht wendig genug, um beim Luftnahkampf mit den Düsenflugzeugen neueren Typs Schritt zu halten. Wie alle veralteten Düsenmaschinen hat auch die Phantom ihre Launen und ist schwierig zu warten. Aber dennoch war sie noch bis in die 90er Jahre mit "Weasel" und Aufklärer Flüge bei der Air Force Reserve sowie der Air National Guard beschäftigt. Einige wenige Länder halten aber noch immer die alte F-4 und trauen ihr immer neuere Aufwertungen zu, während die USA keine mehr im aktiven Dienst haben.

 

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