Vor vier Wochen übernahm die Luftwaffe zum ersten Mal den NATO Schutzauftrag und sorgte für Sicherheit im isländischen Luftraum. Mit Erfolg wurde dieser Schutzauftrag beendet und dient der Vorbereitung für spätere Einsätze.
„Die Premiere war ein Erfolg. Die F-4F Phantom hat demonstriert, daß sie für Air Policing-Aufgaben immer noch hervorragend geeignet ist“, sagte Kontingentführer Oberstleutnant Rupert Ficker-Reißing. Die 140 Soldaten und sechs Phantom des Jagdgeschwaders 71 “R“ ( JG 71) konnten ihre Erfahrungen aus Deutschland auch in einer ungewohnten Umgebung nutzen. Denn der Auftrag des Geschwa ...
Nicht nur für die mit US$ 165.00 im Jahr 1939 gegründete McDonnell Aircraft Company wurde die F-4 Phantom II ein Erfolg. Mit 5.195 gebauten Mustern konnte und kann teilweise noch heute jede größere Luftwaffe auf der Welt auf sie zählen. Ohne Aufforderung wurde dem BuAer ein Vorschlag für einen einsitzigen Allwetterjäger F3H-G/H unterbreitet. Kein ganzes Jahr nach der damaligen Ablehnung wurde dieses Konzept trotzdem noch ein Mal in Bezug auf den steigenden Bedarf an Allwetterkampfflugzeugen untersucht und diesmal war sie erfolgreich. Chance Vought, Grumman, North American und sogar der zweite Vorschlag der McDonnell F3H-E2 hatten dabei das Nachsehen.Als die F-4 Phantom dann in den frühen
sechziger Jahren am Himmel auftauchte, war sie eine große Überraschung für die Militärluftfahrt. Im Gegensatz zu den neuen schnittigen aerodynamisch ausgereiften Mustern wie F-104 Starfighter oder North American Vigilante war die Phantom mit ihren starken Ecken und Kanten das absolute Gegenteil. Aber auch diese Maschine brachte seinerzeit einen großen Fortschritt als Jäger und Jagdbomber, denn nicht nur ihre Bauart, auch ihre Leistungsfähigkeit waren dem derzeitigen Stand der Technik weit überlegen. Die Phantom II besitzt radargesteuerte und auf Wärme ansprechende Raketen für den Luftkampf. Das reine Spekulieren auf die Luft-Luft-Raketen stellte sich aber im Vietnamkrieg als großer Fehler heraus. Im direkten Nahkampf ist eine Kanone auch heute noch unerlässlich. So entstand der zusätzliche Kanonenbehälter unter dem Vorderrumpf.
Die Rhino überzeugte, mit ihren später hoch geschätzten Vorzügen erarbeitete sie sich nicht zuletzt durch drei Weltrekorde vom reinen Jäger über Interzepter, Langstreckenjäger und Begleitjäger in die Reihe der Angriffsbomber vor. Sie war der erste ernst zunehmende Abfangjäger mit großer Reichweite für den Schutz der Flotte, danach spielte sie in Vietnam für die Marine, die Marineinfanterie und die Luftwaffe eine bedeutende Rolle.Eine schon für die IFA-Ausschreibung einsitzige Version wurde leicht modifiziert auch Deutschland als (GY)F-E(F) vorgeschlagen. Aus dieser ging die F-4F hervor die als Ergänzung zur schrumpfenden F-104 und G.91 Flotte auch die Zeitlücke zwischen den Starfighter und dem noch nicht im Bau befindlichen MRCA schließen sollte. Zur Auswahl standen außerdem noch die
Dassault Mirage F1, die SAAB Viggen und die Northrop P-530.Die Phantom, der man die Spitznamen "die doppelt Hässliche" oder "Rhinozeros" gab, sieht nun ihrer Ausmusterung bei den Streitkräften entgegen. Bei der regulären Luftwaffe bleibt sie hingegen als Abfangjäger, Angriffsbomber und Allwetter-Aufklärer noch im Dienst. Sie ist noch immer das Flugzeug für den schweren und gefährlichen "Wild Weasel" Einsatz. Die Weasel fliegen vor den angreifenden Flugzeugen in das Zielgebiet ein und fordern die Bodenverteidigung heraus, sie mit dem Suchradar zu orten.
Wenn die Bodenverteidigung auf den Köder hereingefallen ist, wird sie das Opfer von vernichtenden Antiradar-Raketen. Sie ist ein großes, schnelles und lautstarkes Flugzeug ist jedoch nicht wendig genug, um beim Luftnahkampf mit den Düsenflugzeugen neueren Typs Schritt zu halten. Wie alle veralteten Düsenmaschinen hat auch die Phantom ihre Launen und ist schwierig zu warten. Aber dennoch war sie noch bis in die 90er Jahre mit "Weasel" und Aufklärer Flüge bei der Air Force Reserve sowie der Air National Guard beschäftigt. Einige wenige Länder halten aber noch immer die alte F-4 und trauen ihr immer neuere Aufwertungen zu, während die USA keine mehr im aktiven Dienst haben.
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Chronik
DB Tabelle für Chronik
19-September-1953
Vorschlag an BuAer für einen einsitzigen Allwetterjäger F3H-G/H ( VF) (F-4 Vorschlag). Wurde aber damalig abgelehnt
15-Juni-1954
Nochmalige Untersuchung der F3H-G/H war erfolgreich für McDonnell und mündete in der F-4 Phantom II.
23-Juli-1954
Empfehlung der Beschaffung von zwei AH-1 (F-4) von CNO wurden befürwortet.
18-Oktober-1954
Auftrag zur Entwicklung von zwei Musterflugzeugen AH-1, später YF4H-1 genannt (F-4).
23-Juni-1955
Neue Bezeichnung des F-4 Projektflugzeugs lautet F4H-1.
27-Mai-1958
Erstflug der McDonnell F4H-1 (142259) als YF4H-1 mit Robert C. Little in St. Louis (F-4).
03-Juni-1959
Zum 20 jährigen Jubiläum von McDonnell erhält die F4H-1 den Namen Phantom II in Anlehnung an das erste McDonnell Produktionsmuster FH-1 von Mitte der 1940er Jahre. Der Vorschläge Mithras und Satan wurde nicht angenommen.
17-Dezember-1959
USN entscheidet sich gegen die Chance Vougt F8U-3 Crusader III und für die McDonnell F4H-1 als neues Navy-Flugzeug (F-4).
100 von MBB (ab Ende 1969 Zusammenbaulizenz) Baugruppensätze (Rumpfheckteil, Seitenleiterk, Triebwerkszugangsklappen, Außenflügel, Vorflügel, Querruder)
Auslieferung:
ab 1966 an 36. TFW, Bitburg
bis 28-Februar-1968 an USAF
30-Juni-1967
11-Februar-1972 62-12200 mit autom. Vorflügeln
Fertigung:
1.397 davon:
10 Deutschland
56 + 38 Griechenland (Peace-Icarus-2000 Standard)
177 Iran
35 Ägypten von USAF
13 Japan
86 Israel
19 Südkorea
182 Türkei (auch von anderen Ländern übernommen)
Abnehmer:
Australien, Israel
Auslieferung:
03-Oktober-1967 an 4525. Fighter Weapons Wing TAC Nellis AFB, Nevada
19-April-1969, ersten 2 an 'Thunderbirds', Nellis AFB
15-September-1970, erste für Deutschland 35+01 69-7448
Erstflug:
01-August-1970 35+01 in St. Louis
Fertigung:
138, davon:
88 Deutschland, ab 35+0169-7448
8 Griechenland
16 Iran
12 Israel
14 Japan
Abnehmer:
55 Türkei (47 aus deutschen Beständen)
Auslieferung:
20-Januar-1971 ersten 4 für Deutschland, AG 51 "Immelmann", Bremgarten
Herbst 1971 Deutschland AG 52
Mitte 1980 Deutschland AG 51, kampfwertgesteigerte Version
bis Januar-1994 alle für Deutschland