Geschichtliche Entwicklung
Zwölf Firmen wurde ein Angebot für ein Bodenunterstützungsflugzeug nach speziellen Spezifikation 1970 vorgelegt. Fairchild Republic und Northrop kamen Anfang 1971 in die Endauswahl und erhielten eine Genehmigung für den Bau von je zwei Prototypen zur Bewertung des AX-Programm der USAF. Nach dem Vergleichsfliegen mit der Northrop A-9 wurde am 18-Januar-1973 die Fairchild Republic A-10 offiziell zum Sieger dieser Ausschreibung erklärt und erhielt den ersten Auftrag über sechs A-10A Entwicklungs-, Versuchs- bzw. Prüfungsflugzeuge. Northrop's Schulterdecker mit 2 Avco Lycoming F102-LD-100 Turbofans hatte dabei das Nachsehen.
Obwohl die Endscheidung schon gefallen war musste sich die Thunderbolt II aber trotzdem noch ein Mal im Mai-1974 zur Probe stellt. Der U.S. Kongress verlangte nämlich wegen erhoffter Kosteneinsparung ebenfalls noch ein Vergleichsfliegen mit der LTV A-7D Corsair II. Der wahre Grund war aber wohl, daß der U.S. Bundesstaat Texas seine Produktion bei LTV erweitern wollte. Die A-10 überzeugte aber auch hier mit Leistung und Klasse, somit ging die Entwicklung der Serie weiter. Insgesamt wurden von dem A-10A Muster 739 Stück bestellt, aber nicht alle ausgeliefert da 1983 die Finanzierung des Programmes eingestellt wurde. Die Auslieferung endete dann am 20-März-1984.
Oft als überragend gelobt, dann wieder als zu langsam im Flug und daher angreifbar deklariert erlebte sie in ihrer Diensttauglichkeit sehr viele Höhen und Tiefen. Auch wurden tief greifende Verbesserungen gescheut. In den von den USA geführten Golf-Kriegen stellte sich aber dennoch die sehr gute Verwendbarkeit bei einer Luftüberlegenheit heraus. So war diese Einsicht maßgebend für die Schaffung einer neuen A-10 Version und deren Erstflug am 20-Januar-2005. Die C Muster sind zwar keine Neubauten, in ihren Veränderungen aber zur A Version tief greifender.
Technische Entwicklung
Die "Warthog" mit den eigenartigen Proportionen ist ein Jet für die nahe Gefechtsfeldunterstützung. Klar und einfach ausgelegt, leistet dieses Flugzeug die besten Dienste, wenn es niedrig und langsam fliegt. Obgleich die A-10 durch zwei große Turbofans angetrieben wird, bewegt sie sich so langsam, daß sie kaum ein Drittel der Geschwindigkeit der Luftverteidigungs-Jäger erreicht. Die großen geraden Flügel verleihen ihr eine einzigartige Manövrierfähigkeit und Genauigkeit als Waffenplattform bei niedriger Geschwindigkeit. Die Thunderbolt II hat ein sicheres Innenleben. Selbst wenn sie einen Treffer vom Boden erhält, fliegt sie stur weiter. Denn der Pilot (und sein Schleudersitz) sind von einer 38 mm dicken und 544 kg schweren Titan gepanzerten Wanne umgeben und hält damit Geschosse von 23 mm Kaliber ab. Weiterhin ist das Flugzeug mit doppelten, dreifachen und sogar vierfachen abgesicherten Steuer- und Treibstoffsystemen ausgestattet.
Das Fahrgestell lässt sich nur zur Hälfte einfahren, so daß im Falle einer Notlandung das teilweise ausgefahrene Hauptfahrwerk den Schaden verringert. Die A-10 wurde um ihre Hauptbewaffnung herum geplant und gebaut, eine 30-mm-Panzerabwehrkanone GAU-8/A mit sieben rotierenden Läufen. Die große Kanone spuckt 15 cm lange Geschosse aus, die die Panzerung auch des schwersten Panzers durchlöchern. Das Geschoss ist mit äußerst hartem nicht mehr radioaktivem Uran geladen.

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